A petíció címzettje:
Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) Oberbayern
Naim Karimi flüchtete vor fünf Jahre aus Afghanistan nach Deutschland. 2016 begann er seine Lehre als Friseur bei Wolf Haar-Design. Er integrierte sich in Miesbach schnell und ist unter Kollegen & Kolleginnen und bei seinen Gästen im Salon sehr beliebt. Unverzichtbar für sehr, sehr viele. Sein besonderes Talent im Friseurhandwerk konnte es bisher jeden Tag unter Beweis stellen. Am 31.07.2020 wurde ihm von der ZAB ohne Vorankündigung und ohne Unterrichtung des Betriebs seine Arbeitserlaubnis entzogen. Nun ist er ohne eigenes Einkommen und lebt von Erspartem. Zukünftig wäre er ohne Beschäftigung von Transferleistungen abhängig. Er erhält zwar noch eine Verlängerung der Duldung, um im Februar nächsten Jahres seine Gesellenprüfung abzulegen, darf jedoch nicht arbeiten. Sollte er die Prüfung nicht bestehen droht ihm im schlimmsten Fall nach Ablauf der Duldung eine Abschiebung zurück in ein Land, in dem er nicht mehr sicher ist. Eine persönliche Katastrophe natürlich für ihn, seine vielen Kunden und Kundinnen, sein Team und wirtschaftlich für den Betrieb Wolf Haar-Design.
Weiterführende Artikel und Pressespiegel zum Anliegen der Petition: https://www.sueddeutsche.de/bayern/miesbach-asylbewerber-friseur-abschiebung-afghanistan-1.4987410 https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach-ort29062/die-abschiebung-waere-mein-todesurteil-90017293.html
Indoklás:
Viele leiden unter der Behördenwillkür bezüglich Geflüchteter: die Betroffenen selbst, deren Familien hier und im Heimatland, Freunde und Freundinnen, Partner, Betriebe und viele Andere. Gewinner gibt es selten, vielmehr werden Menschen, die es mit viel Mühe geschafft haben sich zu integrieren entmutigt. Sympathischen Persönlichkeiten wie Naim Karimi wird die Perspektive für ein selbständiges und friedliches Leben in Deutschland. Gleichzeitig wird es für Unternehmen riskant, Geflüchtete auszubilden und zu beschäftigen wenn eine Arbeitserlaubnis ohne Begründung entzogen werden kann.
Die Forderung muss hier klar lauten, dass in Zukunft bei der Begutachtung Geflüchteter durch das ZAB eine detailliertere Einzelfallprüfung stattfindet.
Nur so lassen sich klare gesellschaftspolitische Fehlentscheidungen, wie im Falle Naim Karimis in Zukunft vermeiden.