Petition richtet sich an:
Oberösterreichischer Landtag
Das Land Oberösterreich kündigt im Rahmen des Projekt 2021+ für den Bereich Freizeit und Kommunikation Kürzungen von 30% an.
Die Reduktion des Einrichtungsbudgets ergibt dadurch eine Verringerung der Anzahl an hauptamtlichen Betreuerinnen, eine Verringerung der Öffnungszeiten und Öffnungstage, sowie eine Veränderung des Angebots. Weiters sollen wegen der geplanten Einsparungen professionellen MitarbeiterInnen durch ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ersetzt werden.
Die Initiatoren der Petition fordern, dass dieses Kürzungsvorhaben nicht umgesetzt wird.
Begründung
Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind besonders gefährdet zu vereinsamen, stigmatisiert zu werden und in der Gesellschaft keinen Platz zu finden. Aufgrund ihrer Krankheit haben Sie Schwierigkeiten im täglichen Leben, sie finden schwer Kontakt und leider immer wieder an Krisen. Die Einrichtungen im Bereich Freizeit und Kommunikation ermöglichen einen niederschwelligen Zugang und soziale Kontakte, Freizeitaktivitäten und Ausflüge, welche die Betroffenen aufgrund ihrer Krankheit nie machen könnten.
Weniger Angebote, durch verringerte Öffnungszeiten, wirken sich destabilisierend auf die Personen aus und kann die psychische und körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Dies führt wiederum zu erhöhtem Druck auf andere Einrichtungen, aber auch auf die Angehörigen.
Ehreamtliche MitarbeiterInnen können ihr Wissen in Gruppenaktivitäten einbringen, bei den täglichen Programmpunkten in den Einrichtungen helfen sowie bei der Integration in die "normale" Gesellschaft unterstützen aber nicht die Arbeit von hauptamtlichen Fachpersonal ersetzen. Fachpersonal ist nötig zur Unterstützung in Krisensituation und zur Prävention, zum Erkennen und Entschärfen von Konfliktpotentialen und zur sozialarbeiterische Unterstützung.