Region: Belgium

Kostenlose Menstruationsprodukte für ALLE Schülerinnen der DG

Petitioner not public
Petition is addressed to
Lydia Klinkenberg, Bildungsministerin

396 Signatures

Petitioner did not submit the petition.

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Petitioner did not submit the petition.

  1. Launched 2022
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Petition is addressed to: Lydia Klinkenberg, Bildungsministerin

Es ist großartig, dass in der Deutschsprachigen Gemeinschaft kostenlose Menstruationsprodukte für Schülerinnen und weibliche Personalmitglieder zur Verfügung gestellt werden. Schade nur, dass das offensichtlich nicht für ALLE Schülerinnen und weiblichen Personalmitglieder gelten soll.
Wir fordern daher kostenlose Menstruationsprodukte für ALLE Schülerinnen und weiblichen Personalmitglieder in der DG, unabhängig von der Trägerschaft der Bildungseinrichtungen.
Durch Ihre Unterschrift tragen Sie dazu bei die Ungerechtigkeit des aktuellen Beschlusses, die darin besteht nur die GUW-Schulen, sowie die AHS und das ZAWM zu Nutznießern dieser sehr sinnvollen Maßnahme zu machen, ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Auch Schülerinnen und weibliche Personalmitglieder der städtischen Schulen, der Dorfschulen und der freien Schulen müssen Nutznießer dieser Maßnahme werden.

Reason

Diese Petition stellt die Sinnhaftigkeit der Zurverfügungstellung kostenloser Menstruationsprodukte nicht in Frage, aber die Sinnhaftigkeit der mutwilligen Beschränkung dieser Maßnahme auf auserwählte Einrichtungen.
Menstruationsprodukte müssen allen Betroffenen im Bildungswesen kostenlos zur Verfügung stehen.
Da die erste Menstruation häufig zu Ende der Primarschulzeit, bzw. zu Beginn der Sekundarschulzeit auftritt, ist ein kostenloser Zugang zu Menstruationsprodukten für alle Schülerinnen eine Notwendigkeit, da sie dabei helfen kann, schambehaftete Situationen zu reduzieren und gleichzeitig dazu beitragen kann, dass das Thema Menstruation enttabuisiert wird.
Es ist daher nicht nachvollziehbar, dass Gemeindeschulen, städtische Schulen und freie Schulen von dieser Regelung ausgeschlossen sind.
Weil die Bildungsministerin die Sinnhaftigkeit kostenloser Menstruationsprodukte in den Schule begriffen hat, ist es erforderlich, dass sie den Zugang zu diesen Produkten nicht von der Trâgerschaft der Schulen abhängig macht, indem sie behauptet, diese Entscheidung in ihrer Eigenschaft als Schulträgerin zu treffen.
Als Schulträgerin des GUW (Gemeinschaftsunterrichtswesen) hat die Ministerin zweifellos das Recht, für die GUW-Schulen zu entscheiden, dass Schülerinnen und weibliche Personalmitglieder kostenlosen Zugang zu Menstruationsprodukten erhalten.
Aber da die Ministerin auch der AHS (Autonome Hochschule) und dem ZAWM (Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands) kostenlosen Zugang zu Menstruationsprodukten gewährt, die ausdrücklich NICHT unter der Trägerschaft der Ministerin stehen, ist die Entscheidung NICHT ALLEN Schülerinnen und weiblichen Personalmitgliedern der DG diesen kostenlosen Zugang zu Menstruationsprodukten zu gewähren ein Affront.
Die Ministerin begründet ihre Entscheidung damit, dass die AHS vollständig und das ZWAM zum Großteil aus Mitteln der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden.
Dabei blendet sie mutwillig aus , dass auch die OSU-Schulen (Offizielles Subventioniertes Unterrichtswesen - also die städtischen Schulen und Gemeindeschulen) und FSU-Schulen (freies Subventioniertes Unterrichtswesen) zum Großteil aus Mitteln der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden.
Fakt ist:

  1. , dass das Personal aller Bildungseinrichtungen gleich welchen Netzes von der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert wird,
  2. dass die Funktionssubventionen und - dotationen von der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden und
  3. dass die Kosten für Infrastruktur und Ausstattung zu 80% bzw. 60% von der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden.

Das zeigt, dass ALLE Bildungseinrichtungen in der DG unter gleich welcher Trägerschaft zum Großteil von der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden.
Wenn die Ministerin also der Meinung ist, dass das ZAWM von dieser Maßnahme profitieren muss, weil es zum Großteil von der deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert wird, ist es nur folgerichtig, dass dies auch für alle anderen Schulen gilt, die zum Großteil von der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden.
Folglich muss die DG auch Gemeindeschulen, städtischen Schulen und freien Schulen kostenlose Menstruationsprodukte für die Schülerinnen und weiblichen Personalmitglieder zur Verfügung stellen.
Insbesondere für die Primarschulen gilt, dass das GUW nicht in jeder Gemeinde eine Niederlassung betreibt, sodass viele Eltern in Wohnortnähe oft nicht die Wahl haben, eine Schule mit kostenlosen Menstruationsprodukten für ihre Kinder auszuwählen.
Auch darf die Zurverfügungstellung von Menstruatinsprodukten nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung bei der freien Schulwahl führen.
Wir halten es ausdrücklich für sinnvoll, dass sowohl die AHS als auch das ZAWM, ebenfalls von dieser Maßnahme profitieren, fordern die Ministerin aber dazu auf, die willkürliche Beschränkung der Maßnahme auf einige ausgewählte Einrichtungen, die nicht in ihrer Trägerschaft stehen, aufzugeben und ALLEN Bildungseinrichtungen - unter gleich welcher Trägerschaft - Zugang zu dieser Maßnahme zu verschaffen.

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Petition details

Petition started: 02/11/2022
Collection ends: 03/10/2022
Region: Belgium
Topic: Education

This petition has been translated into the following languages

News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team
  • Liebe Gleichgesinnte,

    am 10. März 2022 endet das Zeitfenster für das Unterschriftensammeln unserer Petition.
    Bislang haben sich 349 Menschen mit unserer Forderung Mensturationsprodukte allen Schülerinnen der DG kostenlos zur Verfügung zu stellen, solidarisch erklärt.
    Ich bin nicht sicher, dass das reichen wird, die Ministerin davon zu überzeugen, dass ihre Entscheidung nur nach willkürlichen Kriterien ausgewählte Schulen von der Maßnahme profitieren zu lassen, korrigiert werden sollte.
    Nach den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine habe ich das Werben um Unterstützung völlig ruhen lassen.
    Nichtsdestotrotz bleibe ich überzeugt, dass die aktuelle Entscheidung den kostenlosen Zugang zu Menstruationsprodukten NICHT allen Schülerinnen der DG zukommen zu lassen, eine grobe Fahrlässigeit ist.
    Es widerspricht dem Gleichheitsanspruch, dass hier nicht alle Mädchen und Frauen gleich behandelt werden und man verpasst eine einmalige Gelegenheit ein belgienweites Beispiel zu schaffen, indem man die Entscheidung mutig auf alle Schülerinnen der DG ausdehnt.
    Es darf nicht der progressiven oder reaktionären Haltung von Schulträgern überlassen werden, ob Schülerinnen diese zusätzliche Sicherheit gewährt wird oder nicht. Sie haben ja vielleicht in der Presse gelesen, dass das FSU sich unter Verweis auf die Folgekosten schon dahingehend geäußert hat, dass eine Einführung kostenloser Menstruationsprodukte von Seiten des freien Trägers nicht geplant sei. Das ist zum Fremdschämen, denn daran sollten solche Vorhaben nicht scheitern. Es wäre aber natürlich gar nicht nötig, die Einsicht von Schulträgern abzuwarten, wenn die Ministerin hier den Mut hätte, für Gerechtigkeit zu sorgen.
    Deshalb lade ich dich ein, die Petition in den kommenden Tagen weiter zu verbreiten.
    Du kannst sie über Facebook teilen, als Nachricht verschicken, über WhatsApp verschicken oder auch die beiliegende PDF-Datei ausdrucken und in deinem Umkreis ein paar Unterschriften sammeln.
    Hier nochmals der Link zur Petition, wenn du ihn teilen und verbreiten möchtest: https://www.openpetition.eu/be/petition/online/kostenlose-menstruationsprodukte-fuer-alle-schuelerinnen-der-dg
    Vielen Dank für deine Unterstützung!

    Liebe Grüße

    Michael Dujardin
  • Die Ministerin hat auf die Kritik an ihrer Maßnahme reagiert, aber ihre Argumentation ist leider nicht stichhaltig.

    Die Resolution des Parlamentes der deutschsprachigen Gemeinschaft vom 28. Juni 2021 richtet sich unter anderem an die Regierung der deutschsprachigen Gemeinschaft und fordert: "dass Initiativen zur kostenfreien Zurverfügungstellung von Menstruationsprodukten in den Primar, Sekundar-, Hoch- und Förderschulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft sowie in den Zentren für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands (ZAWM) ins Leben gerufen oder weiter ausgebaut werden."

    Na, fällt Ihnen etwas auf?

    Das Parlament schränkt die Resolution AUSDRÜCKLICH NICHT auf die Schulen des GUW ein, was die Ministerin AUSDRÜCKLICH doch tut.

    Die Resolution bittet die Ministerin auch nicht darum, andere Schulträger in Kenntnis zu setzen, sondern dazu "Initiativen zur kostenlosen Zurverfügungstellung" zu ergreifen, also EXPLIZIT nicht darum, die Kosten auf die Schulträger abzuwälzen.

    Im Grenz-Echo verweist die Ministerin darauf, wie gering die Kosten für die Ausstattung tatsächlich seien und wie hoch die Funktionssubventionen des FSU auf der anderen Seite seien, sodass die Ausgaben ihrer Meinung nach problemlos darüber finanzierbar seien.

    Die Ministerin scheint dabei zu vergessen, dass auch die AHS und das ZAWM Funktionsdotationen beziehen und dass das die Ministerin keinesfalls davon abgehalten hat, diesen beiden Einrichtungen die Ausstattung für kostenlose Menstruationsprodukte zusätzlich zur Verfügung zu stellen.

    Genau deshalb bleibt der Beschluss, die OSU-Schulen und freien Schulen aus der Maßnahme auszuklammern, eine Ungerechtigkeit, die wir nicht einfach dulden sollten.

    Gerade weil es sich um einen überschaubaren Betrag handelt, hätte die Ministerin die Möglichkeit, den Irrtum zu beseitigen, anstatt sich hinter einer fragwürdigen Argumentation zu verbarrikadieren.

    Denn es geht hier ja gar nicht um Schulen und Netze, sondern darum für alle Schülerinnen, die gleichen Ansprüche zu gewährleisten unabhängig davon, wie progressiv oder konservativ der jeweilige Schulträger eben ist.

    Sie sehen das genauso, dann weise ich sie auf die Petition für den Kostenlosen Zugang für ALLE Schülerinnen der DG hin: https://www.openpetition.eu/be/petition/online/kostenlose-menstruationsprodukte-fuer-alle-schuelerinnen-der-dg

    Wir haben unsere Argumentation zwischenzeitlich in ein Video gepackt.

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