Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

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Committee on Petitions (Petitionsausschuß)

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Petition addressed to: Committee on Petitions (Petitionsausschuß)

Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Pedro Sánchez,
sehr geehrte Mitglieder der spanischen Regierung,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen und Institutionen Europas,

wir möchten unsere nachdrückliche Unterstützung für die Haltung der spanischen Regierung zum Ausdruck bringen, den Krieg gegen Iran abzulehnen und sich zu weigern, spanisches Territorium für diese militärische Eskalation zur Verfügung zu stellen.

In einer Zeit wachsender internationaler Spannungen, in der sich die militärische Konfrontation über den Nahen Osten auszuweiten und die internationale Ordnung weiter zu destabilisieren droht, setzt Spanien ein wichtiges Zeichen: Ein Krieg ohne völkerrechtliche Legitimität darf keine Unterstützung finden.

Gleichzeitig hat Spanien deutlich gemacht, dass die Ablehnung eines Krieges keineswegs eine Unterstützung der Politik des iranischen Regimes bedeutet. Die Unterdrückung der Zivilgesellschaft, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen sowie destabilisierende Aktivitäten in der Region geben Anlass zu ernster Sorge. Es ist daher sowohl möglich als auch notwendig, diese Politik klar zu kritisieren und ihr entgegenzutreten – während gleichzeitig eine militärische Intervention abgelehnt wird, die Gewalt weiter eskaliert und das Völkerrecht untergräbt. Ein solcher Krieg bringt weder Demokratie noch Sicherheit, Stabilität oder Gerechtigkeit in die Region.

Besonders begrüßen wir die Entscheidung der spanischen Regierung, die Nutzung der US-Militärstützpunkte in Rota und Morón für Angriffe gegen Iran nicht zu genehmigen. Obwohl diese Stützpunkte gemeinsam mit den Vereinigten Staaten betrieben werden, stehen sie unter spanischer Souveränität und dürfen nicht für militärische Aktionen genutzt werden, die den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen widersprechen oder zu einer weiteren Eskalation beitragen. Diese Entscheidung zeigt, dass Regierungen auch unter internationalem Druck ihre souveräne Verantwortung wahrnehmen können.

Die Haltung Ihrer Regierung knüpft an eine starke demokratische Tradition der spanischen Zivilgesellschaft an: die klare Botschaft „No a la guerra“ – Nein zum Krieg. Diese wurde besonders während der massiven Proteste gegen den Irakkrieg im Jahr 2003 sichtbar, als Millionen Menschen in Spanien gegen eine militärische Intervention ohne völkerrechtliche Legitimation auf die Straße gingen. Auch heute findet diese Botschaft weit über Spanien hinaus Resonanz.

Das Science4Peace Forum zusammen mit anderen Organisationen ruft daher andere europäische Regierungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik in ganz Europa dazu auf, diese Haltung zu unterstützen und dem Beispiel Spaniens zu folgen, 

  • eine Beteiligung am Krieg abzulehnen und einer weiteren Eskalation entgegenzutreten;
  • die Nutzung ihres Staatsgebiets, ihres Luftraums und ihrer Militärbasen für offensive Operationen im Zusammenhang mit diesem Konflikt zu verweigern;
  • innerhalb der Europäischen Union und der Vereinten Nationen auf Deeskalation und die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen hinzuwirken;
  • zu bekräftigen, dass die Achtung des Völkerrechts die unverzichtbare Grundlage verantwortungsvoller Sicherheitspolitik ist.

Europa sollte nicht zu einer logistischen Plattform für die Ausweitung eines Krieges werden. Vielmehr sollte es eine konstruktive Rolle bei der Förderung von Diplomatie, Zurückhaltung und der friedlichen Beilegung von Konflikten übernehmen.

Die Entscheidung Spaniens zeigt: Auch in Zeiten großer internationaler Spannungen ist es möglich, dem Druck zur Eskalation zu widerstehen und klar für Diplomatie, Völkerrecht und Frieden einzutreten.
Gerade in diesem gefährlichen Moment der internationalen Politik ist eine solche Haltung von besonderer Bedeutung.
Organisationen
Science4Peace
Campaign for Nuclear Disarmament (United Kingdom)
NatWiss – Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit
Informationsstelle Militarisierung (IMI)
Friedenswerkstatt Wedel
Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg
Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig-Holstein
International Peace Bureau
Erhard-Eppler-Kreis
Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung
Fried:A (Friedensinitiative Altona)
DFG-VK Mittelbaden
DIDF - Föderation Demokratischer Arbeitervereine
Women for Peace – Finland 
Essener Friedensforum e.V.
Pressenza - International Press Agency for Peace and Nonviolence
Peace Movement of Orust, Sweden
Rete Ricerca e Università per la Palestina - RUP
EPR4Palestine
Global Strategy of Nonviolence
World BEYOND War
RootsAction Education Fund
Friedensinitiative Hamburg-Niendorf 
Kritische MIN-Studierende University of Hamburg
Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e. V.
Attac - Hamburg
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW)
(vollständige Liste hier)

Reason

Erstunterzeichner*innen
(Affiliations sind nur zur Identifikation und implizieren nicht die Meinung der Institutionen):

People
Prof Michael Staack – Helmut Schmidt University Hamburg (Emeritus)
Prof August Pradetto – Helmut Schmidt University Hamburg (Emeritus)
Prof Johannes Varwick – University of Halle-Wittenberg
Prof Jürgen Scheffran – University of Hamburg (Emeritus)
Dr Hannes Jung – DESY; University of Antwerp (Emeritus); Chair Science4Peace
Dr Hans von Sponeck – Former UN Assistant Secretary-General 
Malte Albrecht – Chair NatWiss
Reiner Braun – Board Member, International Peace Bureau 
Dr Sonja Brentjes – previously Max Planck Institute for the History of Science
Dr Lars Pohlmeier – IPPNW Deutschland (Vorsitzender)
Dr Angelika Claußen – IPPNW Deutschland (Vorsitzende)
Susanne Grabenhorst – IPPNW Deutschland (Vorstandsmitglied)
Dr Uwe Trieschmann – IPPNW Deutschland (Vorstandsmitglied)
Dr Christoph Dembowski – IPPNW Deutschland (Vorstandsmitglied)
Dr Alexander Glazov – DESY
Dr Achim Juse – Neurophysiologe im Ruhestand, Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg
Prof Thomas Stodulka – University of Münster
Florian Muhl – University of Hamburg
Prof Norman Paech – University of Hamburg (Emeritus)
Dr Sabine Großkopf – University of Hamburg
Dr Roberto Giacomelli – INFN
Dr Andrea Giammanco – UCLouvain, Belgium
Dr Sandro Fonseca de Souza – Rio de Janeiro State University - UERJ/Brazil
Aurelio Castro – Bisexual Research Group 
Heiko Ehrlichmann – DESY
Dr Greta Persico – University of Milan-Bicocca
Dr Bärbel Langmann – KlimaLab
Dr Marco Luppi – University of Bologna
Dr Denise Erb – HZDR
Dr Mariateresa Crosta – INAF
Dr Giacomo Ortona – INFN
Dr Valentina Scarpa – University of Florence
Dr Jan Sandel – pharmaceutical industry
Dr Michael Dittmar – ETH Zurich and CERN (retired)
Prof Thomas Schücker – Aix-Marseille University
Dr Sofia Andringa – LIP
Dr Andres Tanasijczuk – UCLouvain, Belgium
Prof Hans-Jörg Kreowski - University of Bremen 
Prof Simone Sibilio – Ca' Foscari University Venice
Dr Chiara Oppedisano – INFN
Prof Ugo Amaldi – TERA Foundation
Dr David Valls-Gabaud – CNRS - Observatoire de Paris
Prof Fabio Frosini – Università di Urbino Carlo Bo
Prof Frank Fehrenbach – University of Hamburg
Yusuf As – ver.di Gewerkschaftsrat 
Dr Flavio Del Santo – University of Geneva and International Union of Scientists against Militarism
Dr Francesca Vidotto – IEM-CSIC, Spain
Dr Daniel Britzger – Max Planck Institute for Physics, Munich
Prof Carlo Rovelli – Aix-Marseille University 
Prof Vincenzo Riso – University of Minho
Prof Elisa Giunchi – Università di Milano
Prof Ahmed Bawa – University of Johannesburg
Dr Maria Rosaria Masullo – INFN
Prof Mariarosa Anna Beatrice Melone – University of Campania Luigi Vanvitelli 
Prof Soumitro Banerjee – IISER Kolkata, India (Emeritus)
Dr Stefano Bianco – Istituto Nazionale di Fisica Nucleare (INFN) - Laboratori Nazionali di Frascati - Italy
Prof Ahmed Bassalat – An-Najah National University, Palestine
Dr Sevgi Dogan – University of Pisa
Dr Lorenzo Iannuzzi – University of Florence
Dr Marco Cattaneo – University of Helsinki 
Prof Elisabetta Petrucci - Sapienza Università di Roma
Dr Piero Donnini - Ca' Foscari University of Venice 
Francesca Navarro - Università degli Studi di Milano
Dr Caterina Peroni - CNR IRPPS
Prof Silvia Bagni - University of Bologna
Prof Werner Ruf - University of Kassel (Emeritus) 
Andrea Sottile - Università degli Studi di Milano
Prof Rosanna Morace - Università di Sassari
Dr Cristiana Fiamingo – University of Milan
Dr Monica Zoppè – National Research Council (CNR), Italy
Prof Leif Lönnblad – Lund University
Prof Vito Antonio Baldassarro – University of Bologna
Prof Giorgio Mariani – Sapienza Università di Roma (Emeritus)
Prof Annalisa Murgia – University of Milan
Prof Anne Maass – University of Padua (Emerita)
Dr İlayda Özdemir – New York University Abu Dhabi
Antje Daum – DESY
Dr Angela Gargano – INFN
Prof Michael Gasser – Indiana University and International Union of Scientists (Emeritus)
Prof Sabine Kraml – CNRS, France
Andreu Miquel Ginestet Menke – Silent Diplomat
Sigyn Meder – Support Committee for Julian Assange, Stockholm
Prof Peter Brandt – FernUniversität in Hagen (Emeritus)
Dr Tiziana Nadalutti – University of Pisa
Irina Lukka – National Library of Finland, Slavic Collection (retired)
Simona Troilo – Università dell'Aquila
Dr Eva Berglund – Stockholm University
Isabelle Casel – European Peace Project, German Peace Council
Dr Stephan Albrecht – University of Hamburg (retired)

Die vollständige Liste der Erstunterzeichner*innen ist auf der Seite von science4peace zu finden (aus Platzmangel sind hier nur die ersten Erstunterzeichner*innen aufgeführt).

Thank you so much for your support, Science4Peace, Hamburg
Question to the initiator
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Petition details

Petition started: 03/13/2026
Collection ends: 09/12/2026
Region: European Union
Topic: Foreign affairs

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News

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, (english below)

    vielen Dank, dass Du den offenen Brief
    „Open Letter: Support Spain’s Stand Against War with Iran“ unterzeichnet hast.

    Du bist damit Teil eines europäischen Aufrufs, der sich gegen eine weitere militärische Eskalation im Nahen Osten richtet und Diplomatie in den Mittelpunkt stellt.
    Inzwischen haben sich bereits über 2000 Menschen sowie zahlreiche Organisationen aus mehreren europäischen Ländern angeschlossen.

    Damit dieser Aufruf weiter wächst und mehr Wirkung entfalten kann, haben wir eine kurze Bitte:
    Kannst Du bitte den Aufruf in Deinem Umfeld weiterverbreiten – per E-Mail, über soziale Medien oder in Deinen Netzwerken?

    Gerade jetzt kann jede einzelne Weiterleitung entscheidend sein, um noch mehr Menschen zu erreichen.

    Hier kannst Du den offenen Brief teilen und weitere Unterstützer gewinnen:
    openpetition.eu/!rhndh

    Weitere Informationen und der vollständige Text:
    science4peace.com/Petitions/Entries/2026/3/science4peace-open-letter-support-spains-stand-against-war-with-iran.html

    Zur einfachen Weitergabe kannst Du gern diesen Kurztext verwenden:
    „Ich habe diesen europäischen Aufruf gegen eine weitere militärische Eskalation im Nahen Osten unterzeichnet. Mehr als 2000 Menschen unterstützen ihn bereits. Diplomatie statt Krieg. Jetzt mitunterzeichnen: openpetition.eu/!rhndh“

    Vielen Dank für Deine Unterstützung!

    Herzliche Grüße
    Hannes Jung
    Science4Peace Forum

    ---

    Dear supporters,

    thank you for signing the open letter
    “Open Letter: Support Spain’s Stand Against War with Iran.”

    By signing, you are part of a European appeal calling for diplomacy and warning against further military escalation in the Middle East.
    More than 2000 people and numerous organizations from across Europe have already joined.

    To help the initiative grow and have a stronger impact, we have a short request:
    Could you please share the appeal within your network – via email, social media, or other channels?
    Right now, every single message can make a real difference in reaching more people.

    You can share and support the open letter here:
    openpetition.eu/!rhndh

    Background information and full text:
    science4peace.com/Petitions/Entries/2026/3/science4peace-open-letter-support-spains-stand-against-war-with-iran.html

    For convenience, you may use this short text:
    “I have signed this European appeal against further military escalation in the Middle East. More than 2000 people already support it. Diplomacy instead of war. Sign here: openpetition.eu/!rhndh”

    Thank you very much for your support!

    Kind regards
    Hannes Jung
    Science4Peace Forum

Why people sign

Jedes leben ist kostbar!

Kein Krieg

Weil Krieg nur extremes Leid für alle Menschen bedeutet.
Die Erde gibt es nur einmal !
Das sollten alle Politiker bedenken.

Weil Deutschland im vergangenen Jahrhundert mit zwei Weltkriegen so viel Elend verursacht hat und für unzählig viele Tote verantwortlich war;
Und weil ich Pazifistin bin...

Die Entscheidung Spaniens zeigt: Auch in Zeiten großer internationaler Spannungen ist es möglich, dem Druck zur Eskalation zu widerstehen und klar für Diplomatie, Völkerrecht und Frieden einzutreten.
Gerade in diesem gefährlichen Moment der internationalen Politik ist eine solche Haltung von besonderer Bedeutung.

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