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An dieser Stelle lassen wir Menschen zu Wort kommen, die Intendantin Stephanie Gräve unterstützen.
Heute: der Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters„Der Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters steht in der Debatte um die Nicht-Vertragsverlängerung der Intendantin voll und ganz an der Seite von Stephanie Gräve. Die meisten von uns kennen sie und ihre Arbeit seit Beginn ihrer Intendanz und wir wissen und schätzen, was sie aus diesem Theater gemacht hat.
Stephanie Gräve hat das Landestheater zu einem für alle „offenen Ort“ gemacht, wie es sich für einen modernen Kulturbetrieb gehört und so wie es große Häuser vormachen. Sie initiiert und fördert immer wieder Publikumsgespräche und andere partizipative Elemente wie das beliebte Christmas Singalong und wie unseren Bürger:innenchor, bei dem jede/jeder Theaterbegeisterte mitmachen kann.
Gerade beim Christmas Singalong und bei den musikalischen Spielzeiteröffnungen arbeitet die Intendantin eng mit dem Bürger:innenchor zusammen. Wir schätzen ihr Engagement, ihren Einfallsreichtum, ihr künstlerisches Urteilsvermögen und ihr Streben nach dem bestmöglichen Ergebnis. Dabei lässt sie allen Beteiligten Raum, auch eigene Ideen einzubringen, sieht die Gemeinschaft, aber auch den Einzelnen. Die Arbeitsatmosphäre ist immer offen und wertschätzend.
Viele von uns sind im Theater gut vernetzt, haben Kontakte zu Ensemblemitgliedern und künstlerischen Mitarbeitern und dadurch Einblicke in die Abläufe. Wir verwehren uns gegen die öffentliche Äußerung eines Aufsichtsratsmitglieds „theaternahe Gruppen“ hätten „ihre Informationen zur Beurteilung der Lage wohl fast ausschließlich von der Intendantin selber erhalten“.
Es wäre hilfreich, wenn die Entscheider deutlicher formulieren würden, was genau sie an der Arbeit der Intendantin kritisieren und darüber ein offenes Gespräch stattfinden würde.
Wir sind überzeugt, dass Stephanie Gräve die Power, das Engagement und die Kreativität hätte, noch weitere Jahre neue Impulse in der Kulturszene Vorarlbergs zu setzen."
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An dieser Stelle lassen wir Menschen zu Wort kommen, die Intendantin Stephanie Gräve unterstützen.
Heute: der T-Chor des Vorarlberger Landestheaters„Wir, die Mitglieder des T-Chors, möchten uns bei Stephanie Gräve bedanken.
Dafür, dass wir eingeladen wurden bei den Produktionen "Fremde Seelen" und "Carl Lampert - Das erste Gebet" mitzuwirken.Für die überaus wertschätzende Zusammenarbeit während der Proben und Spielzeit. Die Atmosphäre im Haus wurde von uns als herzlich, konstruktiv kreativ wahrgenommen. Jederzeit haben wir uns, sowohl auf als auch hinter der Bühne wohlwollend angenommen gefühlt.
Sehr schade, wenn das alles nun in einer so unschönen Form enden soll..."
Renate Amann,
Susanne Busch,
Heidi Caviecel,
Ingrid Flaig,
Winfried Häfele,
Helmut Krapmeier,
Christoph Ludescher,
Beatrix Obwegeser,
Friederike Pipal,
Elke Maria Riedmann,
Anita Rinner,
Reinhard Schiemer,
Kuno Sohm,
Astrid Spiegel,
Siegbert Wiehl -
An dieser Stelle lassen wir Menschen zu Wort kommen, die Intendantin Stephanie Gräve unterstützen.
Heute: Hubert Österle, Professor emeritus am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen„Am 5.3.2026 hat der Aufsichtsrat der KUGES einstimmig beschlossen, den Vertrag
der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, nicht zu
verlängern.Der Aufsichtsrat lobte ausdrücklich das Schaffen von Gräve: Das Programm, die
Besucherzahlen und der wirtschaftliche Erfolg seien hervorragend.Trotzdem beschloss der Aufsichtsrat, den Vertrag von Gräve nicht zu verlängern. Die
zuständige Landesrätin begründet dies am 13.3.2026: „Für eine weitere
Verlängerung ohne Ausschreibung über eine zehnjährige Zusammenarbeit hinaus
wäre eine in jeder Hinsicht außergewöhnlich positive Gesamtbeurteilung erforderlich
gewesen“. Diese habe „in der Gesamtschau nicht vorgelegen“.Am 23.3.2026 meldete sich das Aufsichtsratsmitglied Franz Salzmann über einen
offenen Brief zu Wort. Es gebe im Nahbereich der Intendantin (ohne Ensemble)
Defizite, über die man nicht hinwegsehen, aber auch nicht öffentlich reden könne.
Dies sei in die Entscheidung eingeflossen. Offensichtlich gab es neben vielen
positiven auch ein paar negative Stimmen. Die negativen sind im Betriebsrat und
damit im Aufsichtsrat vertreten.Gräve hat wiederholt auf eine unzureichende Finanzierung des Theaters
hingewiesen. Dagegen betont Salzmann, dass „Gräve über Jahre hinweg viele, viele
100.000,- Euro an Budgetmitteln nicht verbraucht hat.“Es stellen sich ein paar Fragen:
Gibt es Theaterbetriebe, in denen zwischen den administrativen und technischen
Mitarbeitern und der künstlerischen Leitung keine Spannungen bestehen?Spricht der Nichtverbrauch von Budgetmitteln gegen oder sogar für Gräve?
Ist es korrekt, dass das Landestheater (deutlich) geringer finanziert ist als
vergleichbare Theaterhäuser?Die Petition für Gräve auf der Plattform Openpetition.at hat mehr als 1000
Unterschriften, meist von Personen im Umfeld des Theaters. Spricht Salzmann
diesen Personen zurecht das Verständnis für den Theaterbetrieb ab?Gräve ist eine begnadete Intendantin mit hohem emotionalem Engagement und (zu)
wenig opportunistischem Auftreten. Braucht die Kunst langweilige Anpassung oder
Mut zur Provokation?Kann es sein, dass hinter der Nichtverlängerung persönliche Motive verborgen sind?
Verspricht sich jemand eine Verbesserung der eigenen Stellung? Fühlt sich in der
Verwaltung jemand nicht ausreichend gewürdigt? Oder hat jemand Schwierigkeiten,
sich von einer linksliberalen, teutonischen Frau etwas sagen zu lassen?Was immer auch die widersprüchlich vorgebrachten Begründungen vermuten lassen,
es ist Zeit für einen konstruktiven Kompromiss. Sehr geehrte Landesrätin, geschätzte
Aufsichtsräte, nutzt die gegenseitig vorgebrachten Argumente, um über die
Ausrichtung und die Organisation des Theaters nachzudenken. Bedenkt, dass ein
Theater jener freie Raum bleiben muss, wo Denkanstöße geboten werden, die zu
Auseinandersetzung, Austausch und zu Verstehen führen. Die neue Machtpolitik,
Kriege und technologische Umbrüche brauchen das Hinterfragen bestehender
Strukturen und Innovation, nicht Konservieren und Gleichschaltung. Gebt Stephanie
Gräve keine 5-Jahres-Verlängerung, sondern eine Verlängerung um weitere zwei
Jahre, damit sie den Wiederaufbau des Publikums und des Repertoires nach der
sanierungsbedingten Schließung gestalten kann.“
Es ist einfach wichtig.