Region: Vorarlberg

Gegen die Nichtverlängerung der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters Stephanie Gräve

Petition richtet sich an
Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft mbH

1.161 Unterschriften

30 %
875 von 2.900 für Quorum in Vorarlberg Vorarlberg

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  1. Gestartet 15.03.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
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Petition richtet sich an: Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft mbH

Am 5. März 2026 hat der Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft mbH beschlossen, den Vertrag von Intendantin Stephanie Gräve zum Sommer 2028 auslaufen zu lassen und nicht zu verlängern. Wir wenden uns an Landesrätin Dr.in Barbara Schöbi-Fink, diesen Entschluss zu überdenken und rückgängig zu machen.

Begründung

Mit der Nichtverlängerung von Stephanie Gräve stehen Ensemblemitglieder und künstlerisches Personal des Theater potenziell vor dem Verlust ihrer Stellen. Doch ihre Nichtverlängerung hat weitere Auswirkungen: Freischaffende Gäste aus den verschiedensten Bereichen, mit denen das Vorarlberger Landestheater unter Stephanie Gräve regelmäßig arbeitet, werden unter einer neuen Intendanz evtl. nicht mehr engagiert. Zudem verlieren Kooperationspartner in der ganzen Region mit ihr ein wertvolles und verlässliches Bindeglied. Die Entscheidung über Stephanie Gräves Nichtverlängerung destabilisiert damit die Kulturszene in Bregenz und darüber hinaus im Land Vorarlberg enorm.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Juliane Schotte, Bregenz
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.03.2026
Sammlung endet: 14.09.2026
Region: Vorarlberg
Kategorie: Kultur

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Neuigkeiten

  • An dieser Stelle lassen wir Menschen zu Wort kommen, die Intendantin Stephanie Gräve unterstützen.
    Heute: der Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters

    „Der Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters steht in der Debatte um die Nicht-Vertragsverlängerung der Intendantin voll und ganz an der Seite von Stephanie Gräve. Die meisten von uns kennen sie und ihre Arbeit seit Beginn ihrer Intendanz und wir wissen und schätzen, was sie aus diesem Theater gemacht hat.

    Stephanie Gräve hat das Landestheater zu einem für alle „offenen Ort“ gemacht, wie es sich für einen modernen Kulturbetrieb gehört und so wie es große Häuser vormachen. Sie initiiert und fördert immer wieder Publikumsgespräche und andere partizipative Elemente wie das beliebte Christmas Singalong und wie unseren Bürger:innenchor, bei dem jede/jeder Theaterbegeisterte mitmachen kann.

    Gerade beim Christmas Singalong und bei den musikalischen Spielzeiteröffnungen arbeitet die Intendantin eng mit dem Bürger:innenchor zusammen. Wir schätzen ihr Engagement, ihren Einfallsreichtum, ihr künstlerisches Urteilsvermögen und ihr Streben nach dem bestmöglichen Ergebnis. Dabei lässt sie allen Beteiligten Raum, auch eigene Ideen einzubringen, sieht die Gemeinschaft, aber auch den Einzelnen. Die Arbeitsatmosphäre ist immer offen und wertschätzend.

    Viele von uns sind im Theater gut vernetzt, haben Kontakte zu Ensemblemitgliedern und künstlerischen Mitarbeitern und dadurch Einblicke in die Abläufe. Wir verwehren uns gegen die öffentliche Äußerung eines Aufsichtsratsmitglieds „theaternahe Gruppen“ hätten „ihre Informationen zur Beurteilung der Lage wohl fast ausschließlich von der Intendantin selber erhalten“.

    Es wäre hilfreich, wenn die Entscheider deutlicher formulieren würden, was genau sie an der Arbeit der Intendantin kritisieren und darüber ein offenes Gespräch stattfinden würde.

    Wir sind überzeugt, dass Stephanie Gräve die Power, das Engagement und die Kreativität hätte, noch weitere Jahre neue Impulse in der Kulturszene Vorarlbergs zu setzen."

  • An dieser Stelle lassen wir Menschen zu Wort kommen, die Intendantin Stephanie Gräve unterstützen.
    Heute: der T-Chor des Vorarlberger Landestheaters

    „Wir, die Mitglieder des T-Chors, möchten uns bei Stephanie Gräve bedanken.
    Dafür, dass wir eingeladen wurden bei den Produktionen "Fremde Seelen" und "Carl Lampert - Das erste Gebet" mitzuwirken.

    Für die überaus wertschätzende Zusammenarbeit während der Proben und Spielzeit. Die Atmosphäre im Haus wurde von uns als herzlich, konstruktiv kreativ wahrgenommen. Jederzeit haben wir uns, sowohl auf als auch hinter der Bühne wohlwollend angenommen gefühlt.

    Sehr schade, wenn das alles nun in einer so unschönen Form enden soll..."

    Renate Amann,
    Susanne Busch,
    Heidi Caviecel,
    Ingrid Flaig,
    Winfried Häfele,
    Helmut Krapmeier,
    Christoph Ludescher,
    Beatrix Obwegeser,
    Friederike Pipal,
    Elke Maria Riedmann,
    Anita Rinner,
    Reinhard Schiemer,
    Kuno Sohm,
    Astrid Spiegel,
    Siegbert Wiehl

  • An dieser Stelle lassen wir Menschen zu Wort kommen, die Intendantin Stephanie Gräve unterstützen.
    Heute: Hubert Österle, Professor emeritus am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen

    „Am 5.3.2026 hat der Aufsichtsrat der KUGES einstimmig beschlossen, den Vertrag
    der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, nicht zu
    verlängern.

    Der Aufsichtsrat lobte ausdrücklich das Schaffen von Gräve: Das Programm, die
    Besucherzahlen und der wirtschaftliche Erfolg seien hervorragend.

    Trotzdem beschloss der Aufsichtsrat, den Vertrag von Gräve nicht zu verlängern. Die
    zuständige Landesrätin begründet dies am 13.3.2026: „Für eine weitere
    Verlängerung ohne Ausschreibung über eine zehnjährige Zusammenarbeit hinaus
    wäre eine in jeder Hinsicht außergewöhnlich positive Gesamtbeurteilung erforderlich
    gewesen“. Diese habe „in der Gesamtschau nicht vorgelegen“.

    Am 23.3.2026 meldete sich das Aufsichtsratsmitglied Franz Salzmann über einen
    offenen Brief zu Wort. Es gebe im Nahbereich der Intendantin (ohne Ensemble)
    Defizite, über die man nicht hinwegsehen, aber auch nicht öffentlich reden könne.
    Dies sei in die Entscheidung eingeflossen. Offensichtlich gab es neben vielen
    positiven auch ein paar negative Stimmen. Die negativen sind im Betriebsrat und
    damit im Aufsichtsrat vertreten.

    Gräve hat wiederholt auf eine unzureichende Finanzierung des Theaters
    hingewiesen. Dagegen betont Salzmann, dass „Gräve über Jahre hinweg viele, viele
    100.000,- Euro an Budgetmitteln nicht verbraucht hat.“

    Es stellen sich ein paar Fragen:

    Gibt es Theaterbetriebe, in denen zwischen den administrativen und technischen
    Mitarbeitern und der künstlerischen Leitung keine Spannungen bestehen?

    Spricht der Nichtverbrauch von Budgetmitteln gegen oder sogar für Gräve?

    Ist es korrekt, dass das Landestheater (deutlich) geringer finanziert ist als
    vergleichbare Theaterhäuser?

    Die Petition für Gräve auf der Plattform Openpetition.at hat mehr als 1000
    Unterschriften, meist von Personen im Umfeld des Theaters. Spricht Salzmann
    diesen Personen zurecht das Verständnis für den Theaterbetrieb ab?

    Gräve ist eine begnadete Intendantin mit hohem emotionalem Engagement und (zu)
    wenig opportunistischem Auftreten. Braucht die Kunst langweilige Anpassung oder
    Mut zur Provokation?

    Kann es sein, dass hinter der Nichtverlängerung persönliche Motive verborgen sind?
    Verspricht sich jemand eine Verbesserung der eigenen Stellung? Fühlt sich in der
    Verwaltung jemand nicht ausreichend gewürdigt? Oder hat jemand Schwierigkeiten,
    sich von einer linksliberalen, teutonischen Frau etwas sagen zu lassen?

    Was immer auch die widersprüchlich vorgebrachten Begründungen vermuten lassen,
    es ist Zeit für einen konstruktiven Kompromiss. Sehr geehrte Landesrätin, geschätzte
    Aufsichtsräte, nutzt die gegenseitig vorgebrachten Argumente, um über die
    Ausrichtung und die Organisation des Theaters nachzudenken. Bedenkt, dass ein
    Theater jener freie Raum bleiben muss, wo Denkanstöße geboten werden, die zu
    Auseinandersetzung, Austausch und zu Verstehen führen. Die neue Machtpolitik,
    Kriege und technologische Umbrüche brauchen das Hinterfragen bestehender
    Strukturen und Innovation, nicht Konservieren und Gleichschaltung. Gebt Stephanie
    Gräve keine 5-Jahres-Verlängerung, sondern eine Verlängerung um weitere zwei
    Jahre, damit sie den Wiederaufbau des Publikums und des Repertoires nach der
    sanierungsbedingten Schließung gestalten kann.“

Weil das Vorarlberger Theater so sehr an Attraktivität, Aktualität und Verankerung in der Region gewonnen hat und für mich aus Baden-Württemberg ein immer häufigerer Besuch wert ist

Peymann ist 13 Jahre am Burgtheater geblieben, alle anderen sind unter dieser Zeit geblieben, meistens um die 5 Jahre herum. Überall das gleiche Bild: Schauspielhaus Zürich, Volksbühne Berlin, München, Stuttgart…... Es ist absolut gewünscht und üblich in diesem Beruf, spätestens alle 10 Jahre den Ort zu wechseln. Das muss so sein!! Ich kann daran nichts Schlimmes erkennen, zumal der Vertrag ja nicht vorzeitig aufgelöst, sondern einfach nur nicht verlängert wird. Ich wünsche Frau Gräve von Herzen

Warum Menschen unterschreiben

Es ist einfach wichtig.

Kultur darf nicht zu Tode gespart werden. Werte gehen verloren!

weil Gutes geleistet wurde

Dieses Ensemble leistet in unseren Augen als jahrelange Abonnenten außergewöhnliche und erstklassige Theaterarbeit.
Gerade die neueste Produktion "Shosha" ist das erste Stück, das ich, nachdem es mich zu Tränen gerührt hat, unbedingt ein zweites Mal ansehen will! Doch das ist nicht der erste unvergessliche Theaterabend der letzen Jahre.
Dass Stephanie Gräve ihre wertvolle Arbeit für das Ländle-Theater nicht weiterführen darf, ist für mich Folge eines nicht nachvollziehbaren, intransparenten und letztlich antidemokratischen politischen Stils.
Mit leicht resignierenden Grüßen und in großer Sorge um unsere offene Gesellschaft ... 😥😥
Mag fheol. Werner Jochum

Weil Theater wirklich toll ist, seit Stefanie Gräve Intendantin ist. Jede Einleitung von ihr persönlich war spannend, interessant, toll vorgetragen
.... sie kann das einfach! Weil sie sich eingesetzt hat, weil sie einfach mit Leib und Seele dabei war, weil sie eine kompetente, tolle Frau ist, weil wir die Arbeit von Stefanie Gräve schätzen, toll finden, weil weil . ....

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