Petitsioon on adresseeritud:
NÖ Landesregierung, Verkehrslandesrat Schleritzko, Landeshauptfrau Mikl-Leitner; Verkehrsministerium, Ministerin Leonore Gewessler; ÖBB
Seit dem Bau der ÖBB-Schnellverbindung von Wien nach St. Pölten über das Tullnerfeld wurde den AnrainerInnen der alten Westbahnstrecke versprochen, dass die Strecke zu einer Nahverkehrsverbindung mit Halbstundentakt umfunktioniert würde.
Die kleinen Haltestellen (Schildberg, geschlossen 2009, Hofstatt, Unter Oberndorf bedroht 2023) sollen aus sog. wirtschaftlichen Gründen ausgelassen werden. Im Zuge diverser Umbauarbeiten wurden die Verbindungen z. T. auf Schienenersatzverkehr umgelegt und dauerhaft ausgedünnt. Es gibt keine direkte Verbindung dieser Haltestellen in die Landeshauptstadt und Schulstadt St. Pölten mehr.
Anstatt das Angebot auszubauen, um neue NutzerInnen zu gewinnen, wird es eingeschränkt - das ist nicht im Sinne einer zeitgemäßen Mobilität! Kein anderes Verkehrsmittel kann so niederschwellig sein wie die Bahn: Fahrradmitnahme, Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator, großes Gepäck - alles ist möglich, vorausgesetzt der Fuhrpark und die Bahnsteighöhe sind entsprechend gestaltet!
Ich fordere eine Mobilität, die ihre NutzerInnen ermächtigt, ohne Hilfe und täglich am sozialen Leben teilhaben zu können!
Selgitus
Jede/r sollte das Recht auf eine autofreie Mobilität haben! Schulbesuch, Einkaufsfahrten, Freizeitaktivitäten, Besuch von und zur Familie und zu Freunden, Arztbesuche, Fahrt zur Arbeit - ohne Nachteile für die Umwelt durch belastende Verkehrsmittel:
- weniger Verkehrslärm
- ohne Mikroplastik
- keine weitere Bodenversiegelung.
Die schon bestehende Bahnstrecke erfüllt diese Anforderungen zu einem sehr hohen Grad und muss lediglich zur Verfügung stehen - nicht nur für schnelle Verbindungen von Wien nach St. Pölten, dafür gibt es den Fernverkehr, sondern auch und vor allem für kurze Strecken!